Wie schnell man zum Rassist werden kann

Doku unbedingt ansehen.

Viele meinen, keinem Rassismus zu verfallen. Aber das Bedürfnis nach Anerkennung gepaart mit Manipulationsmechanismen lässt mehr Menschen zum Rassist – auch wenn oft nur unterschwellig – werden, als man zu glauben gedenkt. Deshalb ist es äußerst wichtig über kausale Zusammenhänge menschlicher Neigungen und Verhaltensweisen sich bestmögliches Wissen (Menschenkunde/Menschenkenntnis/Bewusstseinsbildung) anzueignen, welches auch immer wieder zur Hinterfragung eigener Denkstrukturen und Handlungsweisen ermutigt. Die Doku belegt, wie wichtig es ist, kausale menschliche Zusammenhänge, auch im Zusammenhang von Manipulationsmechanismen,  zu erkennen. Dies ist bspw. eine Grundlage dafür, frühzeitig sich anbahnende Ungerechtigkeiten und potentiellen Konflikten bestmöglich entgegenzuwirken. Bestmöglich? Je mehr Wissen zu einem  Thema „X“ vorhanden ist, verändert sich die Qualität agierender Reaktion/Entscheidung. Grundsätzlich lassen sich die Erfahrungen der Doku auch auf viele andere zwischenmenschliche Verhaltensweisen übertragen.

Die Doku – welche nur über einen Bruchteil möglicher menschlicher Verhaltensweisen informiert – zeigt, wie wichtig ein Lehrfach Menschenkunde in allgemeinbildenden Schulen ist.

Neurobiologen bestätigen Sozialwissenschaftler: Gewalt ist eine Folge von Ausgrenzung

Ein interessanter Artikel aus „Die Welt“

Auszug:

Psychologen wissen schon lange, dass Kränkung aggressiv macht. Doch das wurde nun durch Eisenberger auch neurobiologisch bestätigt. „Dabei werden Teile des neuronalen Schmerzsystems aktiviert, die eigentlich für die Wahrnehmung körperlicher Schmerzen zuständig sind. Das ist der Grund, warum wir nicht nur bei physischem Schmerz mit Aggression reagieren, sondern auch dann, wen man uns sozial zurückweist“, sagt Bauer. >>weiter>>

Verlust des eigenen Ichs

Auszug aus dem Buch
„Haß macht die Erde kalt“

Achtung: Buchauszug bezieht sich auf die Handlungsweisen gewaltbereiter Individuen:

„Das Zerschlagen der Seele ist eines der schlimmsten Situationen, die ein Mensch erleben kann.“

Die Auswirkung einer autoritären Gesellschaft (Erziehung) sind immer verhängnisvoll. Gehorsam ist stets die Unterwerfung unter den Willen eines anderen, weil dieser andere Macht über einen hat. Wenn Eltern ihren Kindern gewaltsam ihren Willen aufzwingen, so kann das bei den Kindern Todesängste auslösen. Wenn ein Kind von denjenigen, die es schützen sollten, körperlich oder seelisch überwältigt und mißhandelt wird, wird die Angst so übermächtig, daß sie nicht mehr auszuhalten ist. Die Angst ist dann so ungeheuerlich, dass sie nicht nur einfach verdrängt, sondern abgespalten wird.

Dieser Vorgang ist inzwischen sehr genau erforscht  

Der amerikanische Psychoanalytiker Arno Gruen beschreibt diese Verwandlung der Gefühle so:
„Um diese Angst, wie auch mit ihr verbundenen Schmerz von sich weghalten zu können, geschieht etwas Außergewöhnliches. Das Kind fängt an, seine Unterdrücker, den Aggressor, zu idealisieren, ihn zum Objekt seiner Identifikation zu machen. Auch Erwachsene können diesen Vorgang unter den Bedingungen einer Gefangenschaft oder Folter wiederholen. Diese Extremsituation tritt immer dann ein, wenn ein Kind oder ein Erwachsener keinen Ausweg sieht, wenn er also keinen Schutz bei Mitmenschen findet. Wenn jede Hilfe ausbleibt, dann geschieht noch etwas in der Psyche des Menschen. Er gibt sich selbst Schuld an der Strafe und Gewalttätigkeit, die er erleiden muß. In seiner Psyche entsteht die Vorstellung, daß er schlecht und nicht liebenswert sei. Das ist der Anfang von  Selbsthaß und Haß.

Das Zerschlagen der Seele ist eines der schlimmsten Situationen, die ein Mensch erleben kann. Er verliert sich selbst. Es entsteht ein riesiger Druck danach, wieder heil zu werden, wieder mit sich selbst zusammenzukommen. Dieses wieder Heil-Werden aber wird für sie nur dadurch möglich, daß sie bedingungslos erfüllen, was Einheit und Ausbilder befehlen.

Die Gewalttätigkeit von radikalen Gruppen ist psychisch gesehen – ein verzweifelter Versuch, wieder heil zu werden, nicht mehr Opfer von Gleichgültigkeit und Grausamkeit zu sein, sondern selbst Macht über ihre Mitmenschen, Umwelt und Gesellschaft zu erlangen. Dieser „Selbstheilungsversuch“ hat für alle Beteiligten katastrophale Folgen. Gewalt und Brutalität werden zum Wiederholungszwang. ………………………….

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Bemerkung der Initiatoren von „FestivalMensch“ zur Thamatik:

In gemäßigterer Form findet dieser Kreislauf der emotionalen Zerstörung – hat nicht allein mit Gewalt zu tun – von Individuen Mann / Frau auf allen Ebenen der zwischenmenschlichen Beziehungen unabhängig der Intelligenz und gesellschaftlichen Schichtung statt.  Ob es sich dabei um Familien-, Partner-, Freundes-, Vereins-, Partei- und/oder Religions-Strukturen, etc. handelt oder ob der Austragungsort emotionaler Schädigung in der Schule, am Arbeitsplatz (z.B. Mobbing) oder bei der Armee stattfindet etc., ist egal. Der einzige Unterschied im Resultat wird die Intensität und/oder die Dauer der Einwirkungen seelischer Schädigungen auf den einzelnen Menschen sein.

Von diesen Vorgängen sind die meisten Menschen – egal mit welcher speziellen Qualifikation – mehr oder weniger betroffen, d.h.auch Politiker, Priester, Manager, Unternehmer, Sozialarbeiter, Lehrer, Ärzte, oder sogar Psychologen selbst. Es sind in sich selbst tragende Abläufe, die von der Kultur einer Generation (Kultur = Lebensform einer Gesellschaft) auf die Kultur der nächsten Generation übertragen wird. Die mit beste Prävention negativer emotionaler Prägungen durch  Erziehung und negativer Einwirkung des gesellschaftlichen Umfeldes auf die Psyche des einzelnen Individuums ist unserem Ermessen nach ein neutrales Bildungswesen, welches dem Individuum bei normalen Entwicklungsprozessen rechtzeitig die Chancen gibt, auf neutraler Ebene ein gesundes Selbstwertgefühl zu bekommen. D.h. dass das Individuum im Selbstfindungsprozess mit Hilfe psychologischem Basiswissen (Basiswissen über Erkenntnisse aus der menschlichen Verhaltensforschung) unterstützt wird. Dies ist für das einzelne Individuum meist auch die beste Prävention gegen Einflüsse gegenwärtiger und zukünftiger psychologischer (oftmals unbewusster) Machtmissbräuche Dritter. Ebenso werden durch entsprechende Bildung eigene unbewusste Machtmissbräuche des Individuums meist gemindert oder verhindert, bzw. zu einem erträglichen Maß für alle Beteiligten relativiert.

Man sollte über mögliche kausale Zusammenhänge von Kränkung bestmöglich Bescheid wissen

Stephen Hawking; „die Empathie wird das Entscheidende für das Überleben der Menschheit sein“

Die Welt > Die zerstörerische Macht der Kränkung  > weiter >>

Auszug aus Artikel:

Haller: Ich gebe zu, dass das prophylaktische Potenzial beschränkt ist. Ich habe auch nicht das Rezept. Aber nehmen Sie Partnerschaften zum Beispiel, die meisten scheitern an Kränkungen – diesen Aspekt könnte man in die Ehevorbereitungsgespräche miteinbeziehen. Oder auch am Arbeitsplatz. Leute nie zu loben, ihre Meinungen nicht anzuhören, sie auszuschließen – das alles wirkt kränkend. Ich möchte dafür sensibilisieren, sich in die Haut des anderen zu versetzen.

Video > Vortrag > Prof. Reinhard Haller > „Die macht der Kränkung


Viele  Menschen sind sich der Kränkung anderer oft nicht bewusst. Um bspw. in der Kommunkation die Richtigkeit der eigenen Meinung zu untermauern, wird die Meinung des anderen abgewertet.

  • der gesunde Menschenverstand sagt doch – dem anderen wird damit unterstellt, keinen gesunden Menschenverstand zu haben
  • ist doch Blödsinn
  • denk doch mal nach – dem anderen wird unterstellt nicht zu denken
  • die Meinungsgruppe „X“ wird diffamiert wohlwissend, dass der Gesprächspartner mit deren Meinung übereinstimmt
  • etc.

Die Schmerzgrenzen der Menschen sind nun mal unterschiedlich. Was der eine als Kränkung empfindet, ist für den anderen nicht schmerzlich. Aus Kränkung kann aus Sympathie schnell Abneigung werden.
Dabei lassen sich solche Art verbale Kränkungen leicht vermeiden, indem man sie einfach unterlässt. Bspw. in einem Kommunikationsstil, die den Andersdenkenden nicht diffamierend angreift „da bin ich anderer Meinung, sehe ich anders, kann ich so nicht akzeptieren“, etc.

Die Frage ist, warum neigen so viele Menschen dazu Andersdenkende abzuwerten? UND wie kann man dieser Neigung am besten entgegenwirken? = bspw. ein Thema von „FestivalMensch“ 

Anregung zur Aktion „Festival Mensch“: Machen Sie in Ihrem privaten Umfeld bei einer Party, Freundes-/ Familientreff, Gesprächsrunde, etc. dies neutral einfach mal zum Gesprächsthema 🙂

Mitfahr-Treff-Punkt – eine umsetzbare Idee?

Schon vor einigen Jahren wurde die Domain „Regiomitfahrsystem.de“ angemeldet. Leider war zum damaligen Zeitpunkt die Akzeptanz spärlich. Diese Woche wurde im Internet auf die Idee „Mitfahrbank“ verwiesen,

> zum Video  „Mitfahrbank“
Ideengeber Bürgermeister von Irschenberg – Nähe Miesbach

worauf sich an damalige Idee „Regiomitfahrsystem“ wieder erinnert wurde. Es besteht die Möglichkeit auszuloten, ein „Regiomitfahrsystem“ in die Aktion  „Festival Mensch“ einzubinden.

Weiter entwickelte Gedanken für Streckenführungen, die schlecht oder nicht durch öffentliche Verkehrsmittel bedient werden:

  • Schilder „Mitfahr-Treff-Punkt“ (eine Art Haltestelle)  werden in Orten mit schlechter öffentlichen Personenbeförderung aufgestellt.
    Mitfahrbeispiel > Mitfahrer möchte von Rheinau nach Leiberstung. Wäre mit öffentlichen Verkehrsmittel nur schlecht zu erreichen.
    Rheinau-Rastatt
    Im Beispiel > Schnittpunkt / Umsteigen in Stollhofen
    Stollhofen-BadBadBeispiel ist auf alle Streckenführungen – für die dieses Mitfahrsystem sinnvoll erscheint, übertragbar.
    Die Hauptstrecke ist hervorgehoben. Für Ortsfremde die Streckenführung klein geschrieben.
  • Die Schilder könnten bspw. über individuelle Firmenaktionen im Zusammenhang „Festival Mensch“ gesponsort werden.
  • Die Mitfahrpoints werden über eine App ersichtlich
  • Der Anreiz Mitfahrgäste mitzunehmen, kann über eine allgemeingültige Kilometerpauschale geschehen, welche vom Fahrer wie auch Mitfahrgast ohne Verhandlung akzeptiert wird.
  • Sicherheit kann wiederum vor Fahrtantritt über eine Art Registrierungs-App erfolgen
  • Durch Einbindung abgelegener Orte in ein organisiertes Mitfahrsystem würde die Attraktivität und der Wohnwert des Ortes gesteigert.
  • Organisierte regionale Mitfahrgelegenheiten förden u. U. aufgrund örtlicher Begegnungen sogar die zwischenmenschlichen Beziehungen. Stimmt die zwischenmenschliche Chemie können sogar neue Freundschaften entstehen.

  • Ältere Menschen ohne Fahrzeug haben die Chancen eventueller Vereinsamung zu entfliehen.
  • Angeregte kreative Kommunikation kann neue Ideen und Perspektiven entwickeln.
  • etc.

Team
FestivalMensch

Tipp > Diskussion > Kommunale Intelligenz

 

 

Bedürftige Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen – Eltern wissen leider oft nicht ….

Beispiel >

Bildungs- und Teilhabeleistungen in Freiburg

Mitmachen möglich machen!

Bedürftige Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch aufs Mitmachen – z.B. bei Schulausflügen, beim Mittagessen in Schule, Hort und Kita sowie bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen. Das Bildungspaket gibt ca. 8.500 Kindern und Jugendlichen in Freiburg mehr Zukunftschancen. Das Bildungspaket folgt der Leitidee: Mitmachen möglich machen – Kindern Chancen eröffnen.  mehr >

Fragen Sie Ihre Stadt-/Gemeindeverwaltung

Ein Umdenken fördert ein Feuerwerk neuer Ideen

Das Internet bietet die Chancen, die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Im Zuge weiterer angedachter Projekte sind u. a. soziale Kontaktdatenbanken in Planung (aufbauend auf die Zielsetzungen von „Festival Mensch“), welche sich gegenseitig ergänzen und neues gesellschaftliches Miteinander fördern. Diese werden bspw. Privatpflegende,  Alleinerziehende, Senioren, etc. und Arbeitnehmer im Zusammenhang neuer Arbeitsplatzmodelle vollkommen neue Perspektiven ermöglichen.

D. h. Menschen, die heute unter ihren speziellen sozialen Lebenskonstellationen Einschränkungen erfahren, können durch vollkommen neue Kooperationsmodelle mehr finanzielle und zeitliche Freiheiten erreichen.