Wir haben die Möglichkeit

fair, ehrlich, respektvoll, mitmenschlich, hilfsbereit, verständnisvoll, etc. miteinander umzugehen. So haben wir auch die Möglichkeit, uns für ganzheitliche Bildungssysteme einzusetzen, in welchen der Mensch als Gefühlswesen endlich ganzheitlich berücksichtigt wird. Es wird jedenfalls in unserem Land von keiner Führungsmacht verboten. Wenn es manche Leute nicht unterstützen und dazu neigen sich prioritär in Schuldzuweisungen zu verweilen, ist es deren Sache. Verantwortlich für unser Handeln sind wir selbst. UND wir sollten die Chancen in Kombination mit der vorhandenen Technik (Internet) nutzen, uns im Rahmen der eigenen Möglichen und einer lebenswerten Zukunft unserer ALLER Kinder und Kindeskinder bestmöglich für eine Welt in Harmonie mit der Umwelt einzusetzen. 🙂

Ganzheitlich denkende Mediziner werden im Gesundungsprozess bei psychosomatischen Erkrankungen parallel zur Medizin (akute Behandlung) die Psyche des Menschen berücksichtigen.

Gleicher Prozessablauf gilt für die Gesundung einer kranken Gesellschaft/Kultur. (Kultur = Lebensform einer Gesellschaft) Bei einer Gesellschaft, die in verschiedenen Bereichen Krankheitszeichen aufweist (die gibt es auch bei uns genügend) sind Gesetze mit der Medizin vergleichbar, die Bildungssysteme mit der Psychohygiene.

  • Josef Rattner
    Bechtermünz Verlag 1998
    Auszug aus „Menschenkenntnis durch Charakterkunde
    Gut passend zur heutigen Zeit:
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    — Eine von kollektivem Hass erfüllte Welt muss auf viele Individuen stark prägend wirken. Daraus soll man aber nicht die Lehre ziehen, dass die Kultur den Hass nicht überwinden kann. Sie wird dies leisten, wenn die Eltern in der „Kunst der Erziehung“  besser geschult werden; wenn die Schulen nicht nur Stätten (meist unbefriedigendem) Lernens, sondern auch „Orte der Psychohygiene“ sein werden; wenn die überwiegende Mehrheit der Bürger psychologisch geschult sein wird, so dass sie den Einflüsterungen der Hassideologen ihr Ohr verweigern kann; … ,
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    — Es hat sich gezeigt, dass der Mensch in einem Netz von Abhängigkeiten – Erziehung Elternpersönlichkeit, sozialer und ökonomischer Status – verstrickt ist, die er nur überwinden kann, wenn er sich selbst und andere erkennen vermag.

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Wenn wir HEUTE nicht lernen im Kreis unserer eigenen Gattung respektvoll miteinander umzugehen, werden alle heutigen Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte, Flora und Fauna MORGEN wahrscheinlich zur Farce.

Vorurteile

Auszug aus dem Buch Gustave Le Bon  7.5.1841 – 15.12.1931
„Psychologie der Massen“ v. Peter R. Hofstätter Kröner-Verlag
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Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluss die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat. Der unumstößliche Beweis kann von einem geübten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewusste in ihm wird schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen. Sehen wir ihn nach einigen Tage später wieder, wird er aufs neue mit genau denselben Worten seine Einwände vorbringen. Er steht tatsächlich unter dem Einfluss früherer Anschauungen, die aus Gefühlen gewachsen sind; und nur sie wirken auf Motive unserer Worte und Taten.“

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Gleicher Vorgang bestätigt sich bei der Bildung von Vorurteilen. Der Mensch neigt dazu das zu glauben, was seine Denkstrukturen bestätigen. Ein fataler Kreislauf für Konflikteentstehung. Die Frage ist deshalb u. a., wie Denkstrukturen entstehen. Erkennt ein Mensch die Zusammenhänge, wird es für ihn leichter, Vorurteile bestmöglich zu vermeiden.

Eine Lehrerin lässt Schüler in Rollen schlüpfen

Hirnforscher haben festgestellt, dass das menschliche Hirn am meisten aktiviert wird eingefahrene Denkmuster zu verändern, wenn eine Wahrnehmung emotional unter die Haut.

Eine Lehrerin in Herford hat einen solchen Vorgang mit Schülern ihrer Klasse mit scheinbarem Erfolg praktiziert, indem sie ihre Schüler in Rollen schlüpfen lies.

Sehen Sie sich das Video bzw. den Bericht und die Diskussion an
Beachten Sie dabei auch die Kritiken der beiden interviewten Lehrer gegenüber den Schulen und Kultus-/Bildungsministerien und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung auch in Verbindung auf die Zielsetzungen der Aktion „FestivalMensch“

Gruppendynamik – Menschen vertrauen auf gemeinsame Identitäten?

Ist der Mensch ein aggressives Wesen, das nur seinen Vorteil sucht? Oder ist er sozial, gruppenorientiert und auf Kooperation aus? Warum überwiegt mal das eine und mal das andere Verhalten? Und was haben die ökonomischen Möglichkeiten, die sich verschiedenen Menschen in einer Gesellschaft bieten mit deren potentieller Gewaltbereitschaft zu tun? Diese Fragen haben Wissenschaftler seit jeher beschäftigt. Erkenntnisse daraus sollen bei der Förderung von Friedensprozessen helfen.

>> mehr – Text und Video

Wer bestimmt was Schüler lernen?

Interessante Links zum Thema Bildung aus der Sicht der Verantwortlichen für Lehrpläne

 

Hinterfragen Sie sich selbst! Werden in den Lehrplänen Schüler bzw. Menschen ganzheitlich berücksichtigt?

Bemerkung:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt. (§ 1 GG / Deutsches Grundgesetz)

Trifft dieser Paragraph auf die Bildungsprozesse / Lehrpläne allgemeinbildender Schulen zu? Wenn man aus der menschlichen Verhaltensforschung weiß, wie leicht Menschen verführbar / manipulierbar / steuerbar sind, stellt sich die Frage, warum umfangreiches Basiswissen über Erkenntnisse menschlicher Verhaltensforschung kaum bis nicht in den Lehrplänen berücksichtigt wird. Ist es für einen Menschen nicht entwürdigend, wenn sein Unwissen über Erkenntnisse der menschlichen Verhaltensforschung von Wissenden ausgenutzt wird und von denen zu deren Eigennutz gelinde gesagt – immer wieder vorkommend – über den Tisch gezogen werden?

These:

Durch die Moral- und Sittenphilosophie der jeweils aktuellen politischen Gesellschaftsformen bekommen wir über die Bildungssysteme meist gelehrt, wie wir erwünscht sind, wie wir uns verhalten sollen, was wir leisten sollen, was zur Zeit unter Menschlichkeit verstanden wird etc. Die Verhaltensforscher beraten systemunabhängig weltweit Politiker, die Wirtschaft, die Medien, etc.  Psychologen sind in der Therapie tätig, aber nicht in der Prävention. Die Bürger selbst bekommen in ihrer Allgemeinbildung kaum bis keine Grundkenntnisse im Bereich der Verhaltensforschung vermittelt und werden  somit (weltweit) oft immer wieder zu Spielbällen und zu Marionetten von Führungen.

Problem:
Werden in der schulischen Allgemeinbildung keine Grundkenntnisse über Erkenntnisse der menschlichen Verhaltensforschung vermittelt / angelegt, werden objektiv kausale Zusammenhänge menschlicher Bildungsprozesse im Hinblick auf Denkstrukturen und Verhaltensweisen oft wenig bis nicht erkannt.

Der Mensch neigt dann zu reaktivem SchwarzWeiss-Denken/Sehen. „Mein Verhalten und Denken ist gut und objektiv, das Verhalten und Denken des Andersdenkenden ist schlecht und nicht zu verstehen und deshalb abzuwerten.“ OHNE zu erkennen, dass sein eigenes Verhaltensmuster zur Basis für Konfliktursachen beiträgt.

Hinzu kommt, dass das fehlende früh angelegte Basiswissen über Erkenntnisse der menschlichen Verhaltensforschung das Interesse für autodidaktisches Lernen in Bezug auf Wissensaneignung über Erkenntnisse menschlicher Verhaltensforschung im Laufe des Lebens oft verkümmert und/oder überhaupt nicht interessiert. Ein fatales Hamsterrad immer wiederkehrender menschlicher Konfliktausuferungen.

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Ergebnis dieser Vorgänge sind auch in jüngster Zeit sichtbar

  • in Deutschland – hörige Gefolgschaften von Meinungsgruppen, die sich gegenseitig Schuld zuweisen, sich selbst als freiheitlich friedliebend darstellen und sich (friedensfähig?) parallel gegenseitig übelst diffamieren.
  • auf europäischer Ebene groteske nationale Egoismen
  • weltweit – Kriege, Terror, Gewalt, Hunger, über 60 Mill. Flüchtlinge, Umweltzerstörung
  • etc.

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Wäre es nicht endlich an der Zeit, wenn auch Eltern im Interesse der Zukunft ihrer Kinder bei der prioritären Erstellung von Schulfächern/Lehrinhalten mitsprechen?

 

Schulstart in BW mit neuen Bildungsplänen

Für alle neuen Bildungspläne gelten neue Leitperspektiven, die Lehrer – unabhängig vom jeweiligen Fach – ihren Schülern vermitteln sollen. Diese sechs neuen Leitperspektiven sind: 

Es tut sich was, das hoffen lässt, Eltern und Lehrer sowie Politiker  für neue notwendige Bildungsprozesse zu sensibilisieren.
Die Initiative FestivalMensch wirbt für ganzheitliche Bildungssysteme, welche u. a. auch Teile der neuen Bildungspläne beinhalten.
Menschenkunde – Menschenkenntnis – Bewusstseinsbildung – Friedensbildung