Vorurteile

Auszug aus dem Buch Gustave Le Bon  7.5.1841 – 15.12.1931
„Psychologie der Massen“ v. Peter R. Hofstätter Kröner-Verlag
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Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluss die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat. Der unumstößliche Beweis kann von einem geübten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewusste in ihm wird schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen. Sehen wir ihn nach einigen Tage später wieder, wird er aufs neue mit genau denselben Worten seine Einwände vorbringen. Er steht tatsächlich unter dem Einfluss früherer Anschauungen, die aus Gefühlen gewachsen sind; und nur sie wirken auf Motive unserer Worte und Taten.“

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Gleicher Vorgang bestätigt sich bei der Bildung von Vorurteilen. Der Mensch neigt dazu das zu glauben, was seine Denkstrukturen bestätigen. Ein fataler Kreislauf für Konflikteentstehung. Die Frage ist deshalb u. a., wie Denkstrukturen entstehen. Erkennt ein Mensch die Zusammenhänge, wird es für ihn leichter, Vorurteile bestmöglich zu vermeiden.

Gruppendynamik – Menschen vertrauen auf gemeinsame Identitäten?

Ist der Mensch ein aggressives Wesen, das nur seinen Vorteil sucht? Oder ist er sozial, gruppenorientiert und auf Kooperation aus? Warum überwiegt mal das eine und mal das andere Verhalten? Und was haben die ökonomischen Möglichkeiten, die sich verschiedenen Menschen in einer Gesellschaft bieten mit deren potentieller Gewaltbereitschaft zu tun? Diese Fragen haben Wissenschaftler seit jeher beschäftigt. Erkenntnisse daraus sollen bei der Förderung von Friedensprozessen helfen.

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Der Narzisst ist nicht nur Übeltäter

Auszug aus verlinkter Seite

In der Regel überzeugt der Narzisst durch seine imposante Ausstrahlung, seinem Charisma und seiner unerschütterlichen Stärke. Er kann sich für Menschen, die ihm wichtig oder auch nützlich sind, unglaublich einsetzen und die größten Hindernisse beiseite schieben. Er packt an, handelt entschlossen und unerschrocken und kann durch diese Fähigkeiten seinen Partner, seine Familie oder auch seine Mitarbeiter beschützen und so manche Katastrophe abwenden. Mit ihm kann man eine Krise, in der es um den nackten, elementaren und materiellen Überlebenskampf geht, gut überstehen.

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Erfolgreich – Projektschulen in Spanien …

testen die neue Schulfächer „Empathie, Respekt, Verständnis, Vertrauen“ mit sehr erfreulicher Erkenntnis. Die Kommunikation zwischen Lehrern, Schüler und Familien soll sich sehr verbessert haben. Forscher hoffen nun, dass dieses Projekt nun zu einer Revolution im Bildungssystem führt…….. siehe Video
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Bemerkung: Empathie, Respekt, Verständnis und Vertrauen ist u. a. Inhalt des Schulfaches „Menschenkunde, Menschenkenntnis, Bewusstseinsbildung, Friedensbildung“ für welches sich die „Initiative FestivalMensch“ einsetzt und Schulprojekte in Deutschland starten möchte.

Zum Video Schulprojekte in Spanien

Wie schnell man zum Rassist werden kann

Doku unbedingt ansehen.

Viele meinen, keinem Rassismus zu verfallen. Aber das Bedürfnis nach Anerkennung gepaart mit Manipulationsmechanismen lässt mehr Menschen zum Rassist – auch wenn oft nur unterschwellig – werden, als man zu glauben gedenkt. Deshalb ist es äußerst wichtig über kausale Zusammenhänge menschlicher Neigungen und Verhaltensweisen sich bestmögliches Wissen (Menschenkunde/Menschenkenntnis/Bewusstseinsbildung) anzueignen, welches auch immer wieder zur Hinterfragung eigener Denkstrukturen und Handlungsweisen ermutigt. Die Doku belegt, wie wichtig es ist, kausale menschliche Zusammenhänge, auch im Zusammenhang von Manipulationsmechanismen,  zu erkennen. Dies ist bspw. eine Grundlage dafür, frühzeitig sich anbahnende Ungerechtigkeiten und potentiellen Konflikten bestmöglich entgegenzuwirken. Bestmöglich? Je mehr Wissen zu einem  Thema „X“ vorhanden ist, verändert sich die Qualität agierender Reaktion/Entscheidung. Grundsätzlich lassen sich die Erfahrungen der Doku auch auf viele andere zwischenmenschliche Verhaltensweisen übertragen.

Die Doku – welche nur über einen Bruchteil möglicher menschlicher Verhaltensweisen informiert – zeigt, wie wichtig ein Lehrfach Menschenkunde in allgemeinbildenden Schulen ist.

Verlust des eigenen Ichs

Auszug aus dem Buch
„Haß macht die Erde kalt“

Achtung: Buchauszug bezieht sich auf die Handlungsweisen gewaltbereiter Individuen:

„Das Zerschlagen der Seele ist eines der schlimmsten Situationen, die ein Mensch erleben kann.“

Die Auswirkung einer autoritären Gesellschaft (Erziehung) sind immer verhängnisvoll. Gehorsam ist stets die Unterwerfung unter den Willen eines anderen, weil dieser andere Macht über einen hat. Wenn Eltern ihren Kindern gewaltsam ihren Willen aufzwingen, so kann das bei den Kindern Todesängste auslösen. Wenn ein Kind von denjenigen, die es schützen sollten, körperlich oder seelisch überwältigt und mißhandelt wird, wird die Angst so übermächtig, daß sie nicht mehr auszuhalten ist. Die Angst ist dann so ungeheuerlich, dass sie nicht nur einfach verdrängt, sondern abgespalten wird.

Dieser Vorgang ist inzwischen sehr genau erforscht  

Der amerikanische Psychoanalytiker Arno Gruen beschreibt diese Verwandlung der Gefühle so:
„Um diese Angst, wie auch mit ihr verbundenen Schmerz von sich weghalten zu können, geschieht etwas Außergewöhnliches. Das Kind fängt an, seine Unterdrücker, den Aggressor, zu idealisieren, ihn zum Objekt seiner Identifikation zu machen. Auch Erwachsene können diesen Vorgang unter den Bedingungen einer Gefangenschaft oder Folter wiederholen. Diese Extremsituation tritt immer dann ein, wenn ein Kind oder ein Erwachsener keinen Ausweg sieht, wenn er also keinen Schutz bei Mitmenschen findet. Wenn jede Hilfe ausbleibt, dann geschieht noch etwas in der Psyche des Menschen. Er gibt sich selbst Schuld an der Strafe und Gewalttätigkeit, die er erleiden muß. In seiner Psyche entsteht die Vorstellung, daß er schlecht und nicht liebenswert sei. Das ist der Anfang von  Selbsthaß und Haß.

Das Zerschlagen der Seele ist eines der schlimmsten Situationen, die ein Mensch erleben kann. Er verliert sich selbst. Es entsteht ein riesiger Druck danach, wieder heil zu werden, wieder mit sich selbst zusammenzukommen. Dieses wieder Heil-Werden aber wird für sie nur dadurch möglich, daß sie bedingungslos erfüllen, was Einheit und Ausbilder befehlen.

Die Gewalttätigkeit von radikalen Gruppen ist psychisch gesehen – ein verzweifelter Versuch, wieder heil zu werden, nicht mehr Opfer von Gleichgültigkeit und Grausamkeit zu sein, sondern selbst Macht über ihre Mitmenschen, Umwelt und Gesellschaft zu erlangen. Dieser „Selbstheilungsversuch“ hat für alle Beteiligten katastrophale Folgen. Gewalt und Brutalität werden zum Wiederholungszwang. ………………………….

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Bemerkung der Initiatoren von „FestivalMensch“ zur Thamatik:

In gemäßigterer Form findet dieser Kreislauf der emotionalen Zerstörung – hat nicht allein mit Gewalt zu tun – von Individuen Mann / Frau auf allen Ebenen der zwischenmenschlichen Beziehungen unabhängig der Intelligenz und gesellschaftlichen Schichtung statt.  Ob es sich dabei um Familien-, Partner-, Freundes-, Vereins-, Partei- und/oder Religions-Strukturen, etc. handelt oder ob der Austragungsort emotionaler Schädigung in der Schule, am Arbeitsplatz (z.B. Mobbing) oder bei der Armee stattfindet etc., ist egal. Der einzige Unterschied im Resultat wird die Intensität und/oder die Dauer der Einwirkungen seelischer Schädigungen auf den einzelnen Menschen sein.

Von diesen Vorgängen sind die meisten Menschen – egal mit welcher speziellen Qualifikation – mehr oder weniger betroffen, d.h.auch Politiker, Priester, Manager, Unternehmer, Sozialarbeiter, Lehrer, Ärzte, oder sogar Psychologen selbst. Es sind in sich selbst tragende Abläufe, die von der Kultur einer Generation (Kultur = Lebensform einer Gesellschaft) auf die Kultur der nächsten Generation übertragen wird. Die mit beste Prävention negativer emotionaler Prägungen durch  Erziehung und negativer Einwirkung des gesellschaftlichen Umfeldes auf die Psyche des einzelnen Individuums ist unserem Ermessen nach ein neutrales Bildungswesen, welches dem Individuum bei normalen Entwicklungsprozessen rechtzeitig die Chancen gibt, auf neutraler Ebene ein gesundes Selbstwertgefühl zu bekommen. D.h. dass das Individuum im Selbstfindungsprozess mit Hilfe psychologischem Basiswissen (Basiswissen über Erkenntnisse aus der menschlichen Verhaltensforschung) unterstützt wird. Dies ist für das einzelne Individuum meist auch die beste Prävention gegen Einflüsse gegenwärtiger und zukünftiger psychologischer (oftmals unbewusster) Machtmissbräuche Dritter. Ebenso werden durch entsprechende Bildung eigene unbewusste Machtmissbräuche des Individuums meist gemindert oder verhindert, bzw. zu einem erträglichen Maß für alle Beteiligten relativiert.