Vorurteile

Auszug aus dem Buch Gustave Le Bon  7.5.1841 – 15.12.1931
„Psychologie der Massen“ v. Peter R. Hofstätter Kröner-Verlag
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Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluss die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat. Der unumstößliche Beweis kann von einem geübten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewusste in ihm wird schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen. Sehen wir ihn nach einigen Tage später wieder, wird er aufs neue mit genau denselben Worten seine Einwände vorbringen. Er steht tatsächlich unter dem Einfluss früherer Anschauungen, die aus Gefühlen gewachsen sind; und nur sie wirken auf Motive unserer Worte und Taten.“

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Gleicher Vorgang bestätigt sich bei der Bildung von Vorurteilen. Der Mensch neigt dazu das zu glauben, was seine Denkstrukturen bestätigen. Ein fataler Kreislauf für Konflikteentstehung. Die Frage ist deshalb u. a., wie Denkstrukturen entstehen. Erkennt ein Mensch die Zusammenhänge, wird es für ihn leichter, Vorurteile bestmöglich zu vermeiden.

Eine Lehrerin lässt Schüler in Rollen schlüpfen

Hirnforscher haben festgestellt, dass das menschliche Hirn am meisten aktiviert wird eingefahrene Denkmuster zu verändern, wenn eine Wahrnehmung emotional unter die Haut.

Eine Lehrerin in Herford hat einen solchen Vorgang mit Schülern ihrer Klasse mit scheinbarem Erfolg praktiziert, indem sie ihre Schüler in Rollen schlüpfen lies.

Sehen Sie sich das Video bzw. den Bericht und die Diskussion an
Beachten Sie dabei auch die Kritiken der beiden interviewten Lehrer gegenüber den Schulen und Kultus-/Bildungsministerien und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung auch in Verbindung auf die Zielsetzungen der Aktion „FestivalMensch“

Erfolgreich – Projektschulen in Spanien …

testen die neue Schulfächer „Empathie, Respekt, Verständnis, Vertrauen“ mit sehr erfreulicher Erkenntnis. Die Kommunikation zwischen Lehrern, Schüler und Familien soll sich sehr verbessert haben. Forscher hoffen nun, dass dieses Projekt nun zu einer Revolution im Bildungssystem führt…….. siehe Video
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Bemerkung: Empathie, Respekt, Verständnis und Vertrauen ist u. a. Inhalt des Schulfaches „Menschenkunde, Menschenkenntnis, Bewusstseinsbildung, Friedensbildung“ für welches sich die „Initiative FestivalMensch“ einsetzt und Schulprojekte in Deutschland starten möchte.

Zum Video Schulprojekte in Spanien

Vortrag eines 13jährigen Mädchen, der unter die Haut geht und sehr nachdenklich stimmt

Eltern und Großeltern sollten bedenken, dass bereits 5jährige Kinder über die täglichen Informationen durch Hören und Sehen (Gespräche/Verhalten zwischen Erwachsenen, TV, Radio, etc.) mehr negative lokale bis globale Nachrichten erfassen und dadurch Ängste entwickeln, als es Eltern und Großeltern bewusst ist. Diese oft stattfindende Diskrepanz zwischen Eltern und Kind kann bereits im Stadium der frühen Kindheit zu beidseitigen unbewussten schweren Beziehungskonflikten zwischen Eltern/Kind führen. Severn Cullis spricht in ihrem Vortrag das aus, was die Addition von Wahrnehmungen vieler Jugendlichen in ihrem bislang kurzen Leben ist.

Severn Suzuki

Zum Vortrag in Englisch mit Deutschem Untertitel
auf Umweltkonferenz der Vereinigten Nationen 3.-14.Juni 1992 in Rio de Janeiro

Zum besseren Verstehen kompletter Deutscher Text (übernommener Untertitel):

Hallo, ich bin Severn Suzuki
ich spreche für ECO – die Kinder Umweltoganisation
Wir sind eine Gruppe von 12 – 13 jährigen die etwas bewirken wollen
Vanessa Suttie, Morgan Geisler, Michelle Quigg und ich.
Wir haben das gesamte Geld selbst organisiert, sind 5000 Milen hergeflogen
um euch Erwachsenen zu sagen, ihr müsst euch ändern

Wenn ich heute hier stehe, habe ich keine Hintergedanken, ich kämpfe für meine Zukunft
Die Zukunft zu verlieren ist nicht wie eine Wahlkampfniederlage
oder wie Punkteverlust an der Börse

Ich spreche heute für alle zukünftigen Generationen,
ich spreche für die hungernden Kinder dieser Welt, deren Weinen nicht gehört wird
ich spreche für die zahllosen Tiere, die auf der ganzen Welt sterben, weil sie keine Zuflucht mehr haben
ich habe Angst in der Sonne zu sein, wegen den Löchern in der Ozonschicht
ich habe Angst die Luft zu atmen, weil ich nicht weiß, welche Chemikalien darin enthalten sind.

Früher bin ich in meiner Heimat Vancouver mit meinem Papa fischen gegangen, bis wir vor ein paar Jahren einen krebsbefallenen Fisch gefunden haben und jetzt hören wir von Tieren und Pflanzen, die aussterben – jeden Tag – für immer verschwunden.

Ich träumte von Herden wilder Tiere,  Dschungel und Regenwälder voller Vögel und Schmetterlinge, aber jetzt frage ich mich, ob sie überhaupt existieren werden. damit meine Kinder sie sehen können.

Musstet ihr euch in meinem Alter über solche Dinge sorgen? All dies passiert vor unseren Augen. Trotzdem tun wir so, als hätten wir alle Zeit der Welt und alle Antworten.

Ich bin nur ein Kind und ich habe nicht alle Antworten, aber ich möchte, dass ihr euch bewusst werdet, dass ihr sie auch nicht habt.
Ihr wisst nicht, wie man die Ozonlöcher stopft, ihr könnt die Lachse nicht dazu bewegen, einen toten Fluss wieder zu beleben
ihr wisst nicht, wie man ein ausgestorbenes Tier zurückbringt.  Und ihr könnt die Wälder nicht dorthin zurückbringen, wo jetzt Wüste ist.

Wenn ihr nicht wisst wie man es repariert, dann hört bitte auf es kaputt zu machen.

Hier seid ihr Abgeordnete eurer Regierungen, Geschäftsleute, Organisationen Reporter oder Politiker

Aber in Wirklichkeit seid ihr Mütter und Väter, Brüder und Schwester, Tanten und Onkel, und ihr alle seid jemandes Kind.

Ich bin nur ein Kind und doch weiß ich, wir sind alle Teil einer Familie. mit 5 Milliarden Mitgliedern.
Eigentlich gehören 30 Millionen Spezien dazu. Grenzen und Regierungen werden dies nie ändern.

Ich bin nur ein Kind, doch ich weiß, wir sitzen im selben Boot und sollten als Einheit einem einzigen Ziel handeln.

Ich bin wütend, aber nicht blind.
Ich habe Angst und trotzdem teile ich meine Gefühle mit der Welt.
In meiner Heimat produzieren wir so viel Müll. Wir kaufen und werfen weg, kaufen und werfen weg. Trotzdem teilt der Westen nicht mit den Bedürftigen. Auch wenn wir mehr als genug haben, haben wir Angst zu teilen
Wir haben Angst einen Teil unseres Wohlstandes gehen zu lassen.
In Kanada leben wir priviligiert mit viel Essen, Wasser Behausung. Wir haben Uhren, Fahrräder, Computer und Fernseher. Die Liste ist endlos.

Vor zwei Tagen hier in Brasilien, waren wir bei obdachlosen Kindern, wir waren schockiert.  Ein Kind sagte uns: “ Ich wünschte, ich wäre reich, denn wenn ich es wäre, würde ich allen obdachlosen Kindern Essen, Kleidung, Medizin, Behausung, Liebe und Beachtung schenken“. Wenn ein Kind auf der Straße das nichts hat zum Teilen bereit ist, warum sind wir, die alles haben immer noch so gierig?

Ich kann aufhören darüber nachzudenken, dass das Kinder in meinem Alter sind und dass es einen großen Unterschied macht, wo man geboren wurde. Dass ich eines dieser Kinder Rios sein könnte.  Ich könnte ein hungerndes Kind in Somalia sein oder ein Kriegsopfer im Mittleren Osten oder ein Bettler in Indien.

Ich bin nur ein Kind, dennoch weiß ich, dass wenn all das für Krieg ausgegebens Geld für Umweltlösungen ausgegeben würde um Armut zu beenden und um Vereinbarungen zu treffen die Welt ein wunderbarer Ort sein würde.

In der Schule, sogar im Kindergarten, lehrt ihr uns wie wir uns benehmen sollen. Ihr bringt uns bei, nicht mit anderen zu kämpfen, miteinander zu reden, andere zu respektieren, unsere Unordnung wegzuräumen, anderen Lebewesen nicht weh zu tun,  zu teilen und nicht gierig zu sein.

Warum geht ihr dann und macht genau die Dinge von denen ihr uns sagt, wir sollen sie nicht tun?

Vergesst nicht, watum ihr solche Konferenzen haltet, für wen ihr das macht. Wir sind eure eigenen Kinder. Ihr entscheidet, in was für einer Welt wir aufwachsen. Eltern sollten ihre Kinder trösten können, dass alles in Ordnung sein wird. Dass es nicht das Ende der Welt ist und dass sie ihr Bestes tun.

Ich glaube nicht, dass ihr uns so etwas noch sagen könnt. Sind wir überhaupt auf eurer Prioritätenliste?

Mein Papa sagt immer: „Du bist was du tust, nicht was du sagst“.

Also ich weine Nachts wegen dem was ihr tut. Ihr Erwachsenen sagt, ihr liebt uns, doch ich fordere euch heraus:

„Bitte – lasst eure Taten eure Worte widerspiegeln.“

DANKE!

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Frage:
Ehrlich, wie viel hat sich seit dem Vortrag 1992 bis heute geändert?

Ein großes Problem ist;

  • solang Menschen nicht die eigene Gattung respektieren lernen, werden Menschenrechte und Umweltschutz langfristig zur Farce.
  • solang Menschen sich nicht für ganzheitliche Bildungssysteme interessieren, wird nachhaltig menschlich ganzheitliches Denken in der Breite nicht möglich sein.

Bitte beachte die Appelle an Eltern und Großeltern, Medienverantwortliche, Religionen, etc.

Neurobiologen bestätigen Sozialwissenschaftler: Gewalt ist eine Folge von Ausgrenzung

Ein interessanter Artikel aus „Die Welt“

Auszug:

Psychologen wissen schon lange, dass Kränkung aggressiv macht. Doch das wurde nun durch Eisenberger auch neurobiologisch bestätigt. „Dabei werden Teile des neuronalen Schmerzsystems aktiviert, die eigentlich für die Wahrnehmung körperlicher Schmerzen zuständig sind. Das ist der Grund, warum wir nicht nur bei physischem Schmerz mit Aggression reagieren, sondern auch dann, wen man uns sozial zurückweist“, sagt Bauer. >>weiter>>

Man sollte über mögliche kausale Zusammenhänge von Kränkung bestmöglich Bescheid wissen

Stephen Hawking; „die Empathie wird das Entscheidende für das Überleben der Menschheit sein“

Die Welt > Die zerstörerische Macht der Kränkung  > weiter >>

Auszug aus Artikel:

Haller: Ich gebe zu, dass das prophylaktische Potenzial beschränkt ist. Ich habe auch nicht das Rezept. Aber nehmen Sie Partnerschaften zum Beispiel, die meisten scheitern an Kränkungen – diesen Aspekt könnte man in die Ehevorbereitungsgespräche miteinbeziehen. Oder auch am Arbeitsplatz. Leute nie zu loben, ihre Meinungen nicht anzuhören, sie auszuschließen – das alles wirkt kränkend. Ich möchte dafür sensibilisieren, sich in die Haut des anderen zu versetzen.

Video > Vortrag > Prof. Reinhard Haller > „Die macht der Kränkung


Viele  Menschen sind sich der Kränkung anderer oft nicht bewusst. Um bspw. in der Kommunkation die Richtigkeit der eigenen Meinung zu untermauern, wird die Meinung des anderen abgewertet.

  • der gesunde Menschenverstand sagt doch – dem anderen wird damit unterstellt, keinen gesunden Menschenverstand zu haben
  • ist doch Blödsinn
  • denk doch mal nach – dem anderen wird unterstellt nicht zu denken
  • die Meinungsgruppe „X“ wird diffamiert wohlwissend, dass der Gesprächspartner mit deren Meinung übereinstimmt
  • etc.

Die Schmerzgrenzen der Menschen sind nun mal unterschiedlich. Was der eine als Kränkung empfindet, ist für den anderen nicht schmerzlich. Aus Kränkung kann aus Sympathie schnell Abneigung werden.
Dabei lassen sich solche Art verbale Kränkungen leicht vermeiden, indem man sie einfach unterlässt. Bspw. in einem Kommunikationsstil, die den Andersdenkenden nicht diffamierend angreift „da bin ich anderer Meinung, sehe ich anders, kann ich so nicht akzeptieren“, etc.

Die Frage ist, warum neigen so viele Menschen dazu Andersdenkende abzuwerten? UND wie kann man dieser Neigung am besten entgegenwirken? = bspw. ein Thema von „FestivalMensch“ 

Anregung zur Aktion „Festival Mensch“: Machen Sie in Ihrem privaten Umfeld bei einer Party, Freundes-/ Familientreff, Gesprächsrunde, etc. dies neutral einfach mal zum Gesprächsthema 🙂

Thema Angst

Ängste können vielseitig sein. Sie sind u. a. natürliche Schutzmechanismen. Zum Problem werden Ängste, wenn sie einen Menschen beherrschen und ihn somit in seinem Denken, Handeln, Entscheiden, etc. übernatürlich maßgeblich beeinflussen.

eine interaktive Reportage von „Die Welt“
Berichte, Expertenmeinungen, Forum, etc.  >> weiter

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Infoseite zum Thema Angst und Angststörungen